Florian Heinke

Florian Heinke

Heinkes Arbeiten kreisen um die Gesellschaft, um Zwischenmenschliches, um das Du und Ich ebenso wie das Wir und die anderen. Er spürt gegenwärtigen gesellschaftlichen Tendenzen nach und zeigt Bruchstellen im zwischenmenschlichen Miteinander auf – die emotionale Verflachung von Beziehungen, Einsamkeit, die Unfähigkeit sich auszutauschen in einer von Schnelllebigkeit geprägten, globalisierten Welt. Heinke malt stets in Schwarz und mit Acryl auf industriellem Nessel. Seine Arbeitsweise, die er seit 2006 verfolgt, bezeichnet Heinke als BLACK POP. Angelehnt an die Pop Art zeigt er jedoch nicht den „schönen Schein“ der Konsumwelt, sondern will Gefühle übermitteln. Seine Motive greifen Situationen auf, wie sie aus dem Alltag bekannt sind, und zielen teils auf schockierende, teils provokant, immer aber emotional auf eine Reaktion beim Betrachter. Diese scheinbare Plakativität von Heinkes Bildinszenierungen verführt den Betrachter zum oberflächlichen Konsumieren – und führt ihn vor: Ein schneller Blick, ein bekanntes Motiv, die Darstellung scheint eindeutig und leicht erfasst. Und sitzt damit unreflektiert gängigen Bildmythen auf.

 

Quelle: Wikipedia